Briloner SPD lädt zum politischen Stammtisch

Die Briloner SPD lädt am 2. November um 18 Uhr wieder zum politischen Stammtisch in die Bierstube im Hotel Starke am Markt in Brilon. Im Mittelpunkt stehen die Koalitionsverhandlungen in Berlin und aktuelle Themen aus der Kommunalpolitik für Brilon und seine 16 Dörfer. Hierzu sind alle Interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

Im Café fing alles an – SPD Brilon feiert sich bei ihrem 75-jährigen Jubiläum als moderne

Bericht aus dem Sauerland Kurier

 

Ihren 75. Geburtstag feiert in diesem Jahr die Briloner SPD. Am 24. Februar 1946 fand im Café Starke am Markt die Gründungsversammlung des SPD Ortsvereins Brilon statt. Ihr Jubiläum feierte die Partei nur wenige Meter vom Gründungsort entfernt, im Museum Haus Hövener. Als Festredner hatte die Ortsgruppe Martin Schulz gewinnen können. Der frühere Präsident des Europaparlaments und SPD-Kanzlerkandidat bei den letzten Wahlen ist heute Mitglied des Bundestages und Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung.

 

Der Vorsitzende der Briloner SPD Dirk Wiese skizzierte einige Eckdaten der Geschichte, vom Gründungsvorsitzenden Alfred Hahn, über Julius Drescher und den heutigen Ehrenbürgermeister Franz Schrewe, der selbstverständlich auch unter den Gästen war, bis in die Gegenwart mit Bürgermeister Dr. Christof Bartsch. Ausführlich kann man dies auf der Homepage der SPD unter www.spd-brilon.de/geschichte-der-briloner-spd/ nachlesen.

Bartsch meinte in seinem Grußwort augenzwinkernd, das Wetter passe vielleicht ganz gut zur Partei selbst, die manchmal an sich selbst leide. Positiv gewendet bedeute dies aber auch, dass die SPD die Fähigkeit habe, sich selbst zu hinterfragen. Das sei allerdings in einer Zeit, die zur Schwarz-Weiß-Malerei und zur Verkürzung komplexer Sachverhalte neige, oft schwer zu vermitteln. Schließlich äußerte er den Wunsch, junge Leute für ein politisches Engagement zu begeistern.

Schulz machte keinen Hehl daraus, dass man es vor allem Dirk Wieses Beharrlichkeit zu verdanken habe, dass er der Einladung gefolgt ist: „Das ist einer, der lässt nicht locker.“ Er bezeichnete seinen Fraktionskollegen im Bundestag zudem als „ausgezeichneten Abgeordneten“, der seiner Heimat verbunden und verpflichtet geblieben sei und gleichzeitig gut vernetzt.

 

Wie zuvor der Bürgermeister, charakterisierte Schulz die Gegenwart als eine Zeit der großen Umbrüche und Herausforderungen. Die Zeit, in der man von allem immer mehr erwarten konnte, sei wahrscheinlich vorbei. Mahnende Worte fand er auch für die durch die Digitalisierung hervorgebrachten Veränderungen. Homeoffice, wie es jetzt allenthalben eingefordert werde, gefährde mühsam erkämpfte soziale Grundrechte: „Wie wird sich das Wohnen verändern, wenn es zugleich unser Arbeitsplatz wird?“ Die Arbeit vorwiegend über die digitalen Medien begünstige eine Anonymisierung der Gesellschaft. „Menschen brauchen Menschen und keine Mattscheiben“, sagte er plakativ.

 

Eine weitere Gefahr sah er in der Zunahme von Egozentrik. Ein Egoismus nach Außen werde dabei schnell zum Egoismus nach Innen. Als Paradebeispiel nannte er Donald Trump, der mit seiner „America First“-Ideologie auch Selbstsucht auf der Ebene des Individuums befördert habe.

 

Die Menschen, die nach dem Krieg die Parteien gegründet haben, seien von einem anderen Gedanken beseelt gewesen, dem der Gemeinsamkeit. „Die Starken tragen die Schwachen“ sei der Grundgedanke der SPD gewesen – und zwar nicht aus einer caritativen Motivation heraus, sondern weil so aus den Schwachen letztendlich starke Menschen würden.

 

Der emanzipatorische Gedanke sei Grundlage der Bildungspolitik gewesen. Werte wie Respekt, Toleranz und Würde hätten die SPD bei ihrer Gründung getragen, spiegelten sich in Willi Brands Idee vom „Volk der guten Nachbarschaft“ – und seien heute aktueller denn je. Insofern sei die SPD auch im 21. Jahrhundert eine „moderne Partei“. „Meine große Sorge ist, dass diese Werte verloren gehen, denn die Welt entwickelt sich in Richtung Trumpisten“, so Schulz. Diese Tendenz sei getragen von der Digitalisierung, die den Populisten mit ihrer verkürzenden Darstellung Vorschub leiste.

Wahlzeitung von Dirk Wiese
Frank Neuhaus und Hubertus Weber sind die Landtagskandidaten der Sauerländer SPD

Mit jeweils 96% wählten die Delegierten der Sauerländer SPD, am 28.8.2021 in der Schützenhalle in Arnsberg-Bruchausen, Frank Neuhaus und Hubertus Weber zu Ihren Landtagskandidaten.

 

Beide begeisterten in ihren Reden die Delegierten und überzeugten auf ganzer Linie.

 

Während Frank Neuhaus aus Arnsberg im Wahlkreis 124 (HSK I) antritt, wird Hubertus Weber aus Brilon im Wahlkreis 125 (HSK II) um die Gunst der Wähler kämpfen.

 

Beide Kandidaten sind sehr erfahrene Kommunalpolitiker, die ihre Kenntnis mit nach Düsseldorf nehmen wollen, um die Sauerländerinnen und Sauerländer dort zu vertreten.

Dirk Wiese als Vorsitzender der Sauerländer SPD wiedergewählt

Am vergangenen Samstag fand in Arnsberg-Bruchhausen der Parteitag der SPD im Hochsauerlandkreis statt.

 

Neben Delegiertenwahlen für die kommenden Bundes- und Landesparteitage wurde auch ein neuer Vorstand gewählt.

 

Hier stärkten die Sozialdemokraten ihrem alten und neuen Vorsitzenden, Dirk Wiese aus Brilon, mit 95% der Stimmen, kurz vor der Bundestagswahl, den Rücken. „Ich freue mich sehr über die Wiederwahl als Vorsitzender der Sauerländer SPD“ sagte Wiese. „Es gibt weiterhin viel anzupacken und gemeinsam können wir hier vor Ort viel erreichen. Die Arbeitsplatzsicherung an den wirtschaftsstarken Standorten, der Wandel in der Verkehrspolitik und die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum benötigen dringend eine sozialdemokratische Handschrift“ so Wiese weiter.

 

Vertreten wird Wiese zukünftig von Irmgard Sander (Winterberg) und Rainer Mühlnickel (Arnsberg).

 

Neuer Kassierer ist Torben Firley (Winterberg).

 

Komplettiert wird der Vorstand von Ludger Böddeker (Brilon), Tim Breuner (Arnsberg), Hendrik Bünner (Meschede), Jörg Burmann (Winterberg), Veronika Denhof (Medebach), Harald Ehrlich (Bestwig), Sabine Haake (Sundern), Peter Helbing (Arnsberg), Markus Prachtel (Arnsberg), Wilfried Welfens (Schmallenberg), Karl Arnold Reinartz (Eslohe), Sebastian Held (Sundern), Lars Hiob (Winterberg), Marion Keßler (Arnsberg), John Navam (Winterberg), Frank Neuhaus (Arnsberg), Peter Newiger (Olsberg), Fredinand Roß (Bad Fredeburg), Günter Wiese (Brilon) und Karl-Heinz Zimmermann (Marsberg) als Beisitzerinnen und Beisitzer.

 

Dirk Wiese dankte im Anschluss dem alten Vorstand für die gute Zusammenarbeit Arbeit.